Alles kann anders sein (Album)

01. Alles kann anders sein

 

Weißt du noch, wie es früher einmal war?

Alles schien, alles schien uns total klar,

was man sieht und was man lernt war alles wahr,

wir sagten uns alles bleibt so wie es war.

 

Die Flüsse Seen und Meere, die an die Ufer gehen,

die Straßen und die Häuser, die fest an ihrem Platz stehen.

 

Ref.:

Und was mal war ist nicht mehr da,

und was noch wird ist längst nicht klar,

und da nichts bleibt so wie es war

müssen wir´s ändern Tag für Tag:

Alles kann anders sein!

 

Weißt du noch, als alles dann ganz anders kam?

Wir hatten doch, wir hatten doch so´n guten Plan.

Wird es so sein, wird es so wie es mal war?

Weißt du noch? Alles war so wunderbar!

 

Wir dachten alles bleibt, alles bleibt so wie es war,

die Wiesen und die Felder,- alles war schon immer da.

 

Ref.:

Und was jetzt ist war noch nicht da,

das gab´s noch nicht vor hundert Jahren,

und da nichts bleibt so wie es war

müssen wir´s ändern Tag für Tag:

Alles kann anders sein!

02. Ändern

 

Ref.:

Alle wollen, dass sich was ändert, doch sich selbst zu verändern fällt schwer,

und wir gehen bis an die Ränder dieser Welt und wir wollen noch mehr,

und wir suchen das Glück und finden es nur schwer,

und haben eigentlich genug von Allem und fühlen uns trotzdem leer.

 

Wir sitzen rum und schauen fern, fragen uns was noch kommt.

Wir schweigen laut und nehmen´s hin, dass man Städte zerbombt.

Wir haben genug und wollen noch mehr,- Was liegt hinterm Horizont?

Wir stapeln hoch und es stürzten ein, die Türme zu Babylon.

 

Und die Welt wird warm und in uns wird es kalt,

und es wird einem schwindlig bei der Geschwindigkeit.

 

Ref.:

...

 

Wir machen alles nur für Geld, weil man dann alles bekommt.

Während Menschen hungern auf der Welt, landet Essen in Mülltonn´.

Und wir kaufen Kleidung billig ein, wissen nicht woher sie kommt.

Und die Erde ist unendlich reich, die Frage ist nur wer´s bekommt.

 

Und die Temperatur und der Meeresspiegel steigt,

um was zu ändern bleibt uns nicht mehr so viel Zeit.

 

Ref.:

...

 

Wir haben eigentlich genug von allem und wir wollen doch

eigentlich genug von Allem und wir wollen doch eigentlich genug von Allem

und wir wollen noch mehr.

 

Alle wollen, dass sich was ändert, doch sich selbst zu verändern fällt schwer,

und wir gehen bis an die Ränder dieser Welt und wir wollen noch mehr,

und wir suchen das Glück und finden es nur schwer,

und haben eigentlich genug von Allem und wir wollen noch mehr.

Alle wollen, dass sich was ändert, doch sich selbst zu verändern fällt schwer,

und wir gehen bis an die Grenzen dieser Welt und wir wollen noch mehr,

und wir suchen das Glück und finden es nur schwer,

und haben eigentlich genug von Allem, und fühlen uns trotzdem leer.

03. Komm

 

Ref.:

Komm! - Wir lassen alle Waffen liegen, wir fangen was Neues an.

Komm! - Wir ziehen nicht in deren Kriege, das haben wir schon zu oft getan.

Komm! - Wir machen heute das kaputt, was uns längst kaputt gemacht.

Komm! - Die Paläste gehen zu Schutt und die Hütten bekommen ´nen Dach.

 

Komm´ wir sind nicht mehr nur die Bauern im Schach,

während sich der König über uns lustig macht.

Er schickt uns in seine Kriege

für seine Freiheit und seinen Frieden.

Dieses Spiel ist gut ausgedacht!

Wenn er dann seine Rochade macht,

dann geht er wissentlich über Leichen,

denn er will seine Gewinne einstreichen.

Man weiß nicht wer gegen wen und warum,

und die Befehle, die befolgen sie stumm.

Soldaten,- sie sind Marionetten,

sie legen sich selbst in ihre eigenen Ketten.

Gefallen sind schon längst die beiden Türme,

es weht kein Wind, es wehen raue Stürme,

der Springer springt und die Dame rennt,

während das ganze Spielfeld hier verbrennt.

 

Ref.:

...

 

Schnell wendet sich das Blatt

in all den Märchen, die man uns erzählt hat

Wiki-Leaks, Assange, Manning und Snowden,-

so vieles ist geheim und vieles bleibt verboten.

Wir arbeiten und wissen nicht wofür,

wir produzieren viel zu viel Plastikmüll

Wenn man vom Job nicht mehr leben kann

ist man lebendig tot und verdammt arm dran.

Also all´ ihr schlauen Leute,

worauf wartet ihr denn heute?

Alles kann doch anders sein

das muss doch nicht erst irgendwann dann sein.

Doch wer das Geld hat, der gewinnt,

wo gehen all unsere Daten hin?

Hier in dieser Welt regieren die Diebe

doch ich glaub immer noch an ´ne Alternative.

 

Ref.:

 

Ihr könnt uns festnehmen, umbringen, ausspionieren,

doch irgendwann werdet ihr kapieren,

wir sind Prozent,

Hallo ihr da oben habt ihr das verpennt.

Ihr sagt es gibt keine Alternative

es sei der Weg raus aus der Krise,

das Kapital wird triumphieren,

doch ich glaub ihr seid einfach nur Diebe.

Seit dem´s den Ostblock nicht mehr gibt,

werden neue Feinde einfach bekriegt

und ihr schickt eure Waffen in die Welt,

verdient an Mord und Totschlag euer Geld.

Heckler und Koch und all die Meute

suchen Tag für Tag nach neuer Beute.

Komm, wir ziehen nicht in deren Kriege,

Komm, wir gehen heute in Richtung Frieden!

04. Hinter meiner Stimme

 

Eine Stimme sie singt,

hör, hör,

hinter meiner sie singt.

Weit von früher von fern,

aus begrabenen Mündern,

spricht sie und singt.

 

Sie sind noch nicht tot,

so hör doch, oh hör,

wenn man ihr Lied singt,

sind sie wieder hier.

Sie sing´ mit mir,

sie sing´ mit dir.

 

Viele Stimmen sie sing´,

hör, hör,

hinter meiner sie sing´.

Weit von früher von fern,

aus begrabenen Mündern,

hört nur, sie sing´.

 

Sie sind am Leben

in deinem Blick,

halt sie in deinen Augen

mit Würde und Glück.

Halt sie in deinem Leben,

sodass sie nicht gehen.

Sie sing´ mit mir,

sie sing´ mit dir.

 

Sie sind nicht vergang`

sie sind offenes Leben!

Wege, die sie anfang`

und die wir weitergehen.

Sie sing´ mit mir,

sie sing´ mit dir.

 

Sie sind noch nicht tot

so hör doch, oh, hör,

wenn man ihr Lied singt,

sind sie wieder hier.

Sie sing´ mit mir,

sie sing´ mit dir,...

mit uns singen sie,

sie singen hier.

 

Text: Circe Maia (Uruguay) /Bearbeitung: Tobias Thiele

Musik: Daniel Viglietti (Uruguay)

05. Neuer Tag

 

Wenn die Stadt sich schlafen legt,

man kein Licht in den Fenstern sieht,

der Mond über den Straßen steht,

´ne Wolke vorüberzieht,

geh´ ich los und zieh´ ums Haus,

es kreist im Kopf, ich muss hier raus,

die Luft, die mich umgibt,

ist dick und schwer, verbraucht und eingetrübt.

 

Wenn der Rauch sich langsam legt,

wenn Vergangenes vergeht,

wenn der Wind all´ die Spuren verweht,

die der Tag dir in den Weg legt.

 

Ref.:

´Ne neue Nacht bricht langsam an,

vieles getan, der Tag war lang,

ein neuer Traum, ein neuer Weg,

um was Neues zu starten ist es nie zu spät.

Ein neues Ziel, ein neues Lied,

´ne neue Welt, die im Traum aufblüht,

wenn die Stadt sich schlafen legt.

 

Wenn bei Nacht der Traum erwacht,

den der Tag zu Schlaf gebracht.

Wenn ich müde nur weitergeh´,

kein Licht am Ende des Tunnels seh´.

Wenn die Zeit sich niederschlägt,

die Tage finster, der Wind kalt weht.

Wenn ich in den Spiegel seh´,

die Spuren in meinem Gesicht nachzähl´.

 

Ein neuer Tag, ein neues Land,

unbetreten und unbekannt,

schon totgesagt kein Ton erklang

von Utopien und dem Schlaraffenland.

 

Ref.:

...

 

Es bricht der Tag ganz langsam an,

die Sonne legt sich auf meine Hand.

So sanft und so wunderschön

streichelt sie die Häuser, Bäume und die Seen.

Die Stadt ruft, wir müssen aufstehen,

es ist Zeit neue Wege zu gehen,

wenn die Stadt wieder aufsteht.

 

Ein neuer Tag bricht langsam an,

vieles verpennt, es ist Zeit für´n Neuanfang,

ein neuer Weg, ein neues Ziel,

von all´ den Kämpfen in den Gräben gab´s schon viel zu viel.

Ein neuer Tag, ein neues Lied,

ein neuer Weg, ein neues Ziel,

wenn die Stadt wieder aufsteht.

 

06. Hoch die Gläser

 

Ich bin heut´ morgen aufgewacht

und wusste nicht mehr, wo ich war.

Es war schon wieder ´ne harte Nacht,

doch irgendwie auch wunderbar.

Es war wirklich ein Superfest,

nur heute krieg´ ich nichts mehr hin.

Der letzte Schnaps gab mir den Rest,

ich frag´ mich, was war da bloß drin.

 

Ich vertrag zu wenig, nehm´ zu viel,

so geht’s nicht ewig, wie ich mich fühl´.

Wie in ´nen Zaubertrank gefallen,

die Nachwirkung will nicht verhallen.

 

Ref.:

Hoch die Gläser, und hoch die Tassen,

lass uns heute einfach ein drauf machen.

Auf uns und auf die von uns Gegangenen

sing´ wir Lieder, die wir auch damals schon sangen.

 

Es tut mir so im Herzen weh,

wenn ich vom Glas den Boden seh´.

Geh´ an die Bar, bestell´ mir noch Eins,

bevor ich nach Hause geh´.

Jeder meint etwas zu glauben,

ich glaub ich trink´ noch ein.

Das ist echt ´ne super Sause,

also schenk´ mal ein.

 

Auf die Freundschaft und auf uns,

auf die Liebe und die Kunst,

das Leben einfach zu genießen,

ab und zu einen drauf zu gießen.

 

Ref.:

...

 

Wie die Zeit vergeht,

und das Glas da leer steht,

schau in die Kerze,

seh´ wie sie langsam runtergeht,

zähle die Jahre, die wichtiger waren

und werd´ dazu noch ein Trinkspruch aufsagen:

 

Hoch die Gläser, und hoch die Tassen,

wir lassen´s heute so richtig krachen.

Auf uns und auf die von uns Gegangenen

sing´ wir Lieder, die wir auch damals schon sangen.

Hoch die Gläser, und hoch die Tassen,

lass uns heute einfach ein drauf machen.

Auf uns und auf die von uns Gegangenen

sing´ wir Lieder, die wir auch damals schon sangen.

07. Lied aus der Ferne

 

Es war im Sommer und es war ´ne laue Nacht,

der Mann im Mond sang uns ein Lied und hat gelacht.

Auf der Wiese unterm weiten Himmelszelt

hat jeder Stern für uns die dunkle Nacht erhellt.

 

Ich sang ein Lied, die Töne zogen mit dem Wind,

er trug sie fort, dahin wo wir nicht mehr sind.

Jetzt sitz´ ich hier und hör´ dem Wind zu, wie er weht,

es scheint als wär´ die Zeit dahin zurückgedreht.

 

Ref.:

Ein Lied klingt weit aus der Ferne

man hört nur dem Echo zu,

es bleibt nur die Erinnerung

an unser´n ersten Tanz, ich und du.

Ich seh´ uns, wie wir unter den Sternen

und über den Wolken gehen,

wir tanzen unterm Licht der Laternen,

der Mond allein hat zugesehen.

 

Als du gingst war alles anders an dem Ort

die Straßen und die Häuser und die Farben, jedes Wort

Ich kam nach Hause und ich sah noch Spuren von dir

wo wär ich heut´, wärst du noch hier bei mir?

 

Ich seh´ dich vor mir, ja ich seh´ dein Gesicht,

ich frag mich kommst du wieder oder kommst du nicht.

Es klingt das Lied,- die Melodie, sie trägt mich fort

du bist bei mir mit jedem Ton, jedem Akkord.

 

Ref.:

Das Lied klingt...

 

Er sieht zu, wie wir unsere Wege gehen

Wie heute doch schon wieder andere Winde wehen.

Hör ich das Lied, ist deine Stimme wieder hier,

aus der Ferne klingt das Lied von mir und dir.

 

Ref.:

Das Lied klingt...

 

08. Memorias

 

Ojas caídas,

fuerzas perdidas,

acostadas tranquilas,

huellas de la vida.

 

Vientos que soplan

tiempos que borran

memorias,

memorias.

 

Niños que juegan,

pájaros vuelan,

el mundo se cambia,

esperando un mañana.

 

Lluvias que caen,

tormentas que traen

memorias…

 

Memorias,- cubiertas por la niebla

del tiempo que las turba,

felizes y dolorosas.

Memorias,- ocultas trayectorias,

pérdidas y victorias

que escriben historias.

 

Soles que mueren

sueños que crecen

lunas que pasan

días que abrazan.

 

Todo lo nuevo

sigue el sendero de

memorias…

 

Memorias,- cubiertas por la niebla

del tiempo que las turba,

felizes y dolorosas.

Memorias,- ocultas trayectorias,

pérdidas y victorias

que escriben historias.

 

09. Spaziergang

 

Ich hol´ dich ab von da wo du stehst,

wir gehen ein Stück entlang auf diesem Weg.

Langsam zieht alles vorbei,

wir wissen nie wirklich wie lang und wie weit.

So weit weg, von da kommst du her.

Wo du hin willst, da will ich nicht mehr.

Wir stehen hier und schauen uns um,

die laute Welt ist gerade stumm.

 

Ref.:

Lass uns noch ein Stück gehen,

es gibt noch viel zu sehen,

frag´ nicht wohin, wo lang,

wohin führt unser Spaziergang.

 

Wir gehen über Berg und Tal,

so manches Auf und Ab stellt uns vor die Wahl.

Du kannst dein und ich könnte mein Weg gehen,

doch noch ein Stück zusammen wär´ doch wunderschön.

Viele Wege sind schon abgegang´,

lass uns was neues suchen, jeden Tag neu anfang´.

Wir wünschen uns manchmal ganz weit fort

und übersehen vielleicht das Glück hier an unserem Ort.

 

Ref.:

...

 

Wenn unsere Wege vorübergehend andere sind,

verloren in der Welt, getrieben von dem Wind,

egal wie weit weg und egal an welchem Ort,

wir gehen viel weiter weg, wir gehen viel weiter fort.

 

Lass uns noch ein Stück gehen,

es gibt noch viel zu sehen,

frag´ nicht wohin, wo lang,

wohin führt unser Spaziergang.

Lass uns viel weiter gehen,

es gibt so viel zu sehen.

Frag´ nicht wohin, wo lang,

irgendwo kommen wir schon an,

wohin führt unser Spaziergang?

10. Horizont

 

Wir denken bis heut´ und nicht drüber hinaus

und schauen zum Horizont.

Die Welt in ihrem Lauf, sie hält niemand auf,

egal was da heut´ noch kommt.

Der Mensch ist dem Menschen doch sonderbar

und ist nur froh als Kind.

Man weiß nicht was Lüge und was ist wahr,

und wer verliert und gewinnt.

 

Wir fragen und finden die Antworten nicht

und sehen oft einfach zu.

Wir suchen was für und dagegen spricht

und denken es sei genug.

Bei all´ dem Schwindel wird einem schwindelig,

die Erde dreht sich ohne Ruh´.

Wir suchen Antworten und finden nichts,

wir haben viel und nie genug.

 

Sieh´ nur die Zeit, wie sie zieht ins Land

und wir nicht die Gleichen sind.

Was morgen kommt bleibt uns unbekannt,

was sehen dann die Augen vom Kind?

Die Welt in ihrem Lauf, sie hält niemand auf,

doch sehen wir was da kommt.

Wir denken bis heut´ und nicht drüber hinaus

und schauen zum Horizont.

 

11. Der Singer- Songwriter

 

Er spielt jeden Abend nur fürn Hut

und denkt er ist ´n Star von Welt.

Ihm ist egal, ob man was reintut,

und was man sonst so von ihm hält.

Er schreibt keine Hits sondern Lieder

die fahren manchmal auch in die Glieder.

Er ist, wie ihr wisst, ein ganz lieber

und wär gern ´nen bisschen liquider.

 

Der Singer- Songwriter!

 

Und er singt mit der Melancholie

eines enttäuschten Revolutionärs,

bedient sich immer gleicher Harmonien

und man hofft nach jedem Vers, das wär´s.

Die Welt neigt sich langsam ihrem Ende

und alle klatschen dabei in ihre Hände.

Es trieft nur so vor lauter Weltschmerz

und außerdem hat er auch so viel Herzschmerz.

 

Der Singer- Songwriter!

 

Manch ein Mädel findet ihn voll toll

und würde gerne mehr von ihm kennenlern´

doch war er meistens schon viel zu voll,

hatte nur sich und seine Gitarre noch gern.

Er singt und findet sich selbst voll gut,

die Freunde sagen nicht, was sie wirklich denken,

das macht anderen seiner Art auch noch Mut

der Welt noch mehr nutzlose Lieder zu schenken.

 

Die Singer- Songwriter!

 

12. Ach du liebe Zeit

 

Die Zeit vergeht und kommt nicht mehr,

wo voll draufsteht, das ist halbleer.

Wo sind sie hin, die alten Zeiten?

Wo wir so gar nichts scheuten?

 

Die Freunde sind nicht mehr die alten,

im Spiegel sieht man nur noch Falten,

ganz schnell braucht man ´nen Therapeut,-

ach du liebe Zeit, ach du liebe Zeit.

 

So lieblich ist die liebe Zeit,

dass keiner sie mehr mit dir teilt,

man ruft auch niemanden mehr an,

weil man ja bei was stören kann.

 

Wir leiden an Kurzatmigkeit

und planen unsere Planlosigkeit,

die Nachkriegszeit ist Vorkriegszeit,

ach du liebe Zeit, ach du liebe Zeit.


 

Unerhört (Album)

01. Unerhört    

 

All die ungesungenen Lieder bleiben unerhört

all die ungefragten Fragen bleiben unerhört

all die längst untergegangenen bleiben unerhört

all totgesagten Dichter bleiben unerhört

 

All die ungesprochenen Wörter bleiben unerhört

und all die verbrannten Bücher bleiben unerhört

all die ungespielten Töne bleiben unerhört

und wer schweigt und nichts sagt, der bleibt unerhört

 

Hört man zu oder hört man nicht hin

verschließt man Ohren, Augen und Sinn

es tönt so laut, es gibt kein entrinn

die Mauern und Grenzen schreien bis zum Himmel hin

Hörst du, wie die Loreley singt 

und ihr Gesang das Schiff zum kentern bringt

die Sirenen die so lieblich kling

und das Schiff zerschellt und versinkt

 

Die großen, nicht die kleinen Verbrecher find ich unerhört

Waffenlobby, Kriegsminister find ich unerhört

all die dichtgemachten Grenzen find ich unerhört

Und den ganzen braunen Mob hier find ich unerhört

 

All die Kriege, all das Leid find ich unerhört

all die Gründe, die sie suchen find ich unerhört

und all die Toten auf den Meeren find ich unerhört?

und all die geheimen Verhandlungen find ich unerhört

 

Hört man zu oder hört man nicht hin

 

All die Kriege, die sie führn, führn sie ungestört

Sie reden vom Aufbau des Friedens, hab ich mich verhört?

Wenn Wiederholung des Falschen zur Wahrheit wird

Die Geschichte schreibt der Sieger und nicht der verliert

 

All die Banken und Lobbyisten sind am kalkulieren

All die Wege, die sie gehen, führen  durch Hintertüren

All die in den Führungsgremien ham nichts zu verliern

Sie können trotz alledem auch noch abkassieren

 

Hört man zu oder hört man nicht hin

TT Sept. 2015

02. Der Himmel weint

 

Stürme, Tsunamis, Verbluten, Überfluten

die Erde bebt und zerstört alles in Minuten.

Atomare Lager, die Welt ein Meer voll Wunden

Städte versunken, noch vom Feuer sieht man Funken

Öl auf dem Meer, Tiere drunter versunken

Wälder brenn Kinder werden sie nie erkunden

einst oben ist jetzt unten, so vieles ist verschwunden

Kriege gehen die Runden, Stunden um Stunden.

 

Der Himmel weint, wenn er auf die Erde regnet

verewigt sich im Leben hier im Garten Eden

Und er schreit, Blitz und Donner auf seinen Wegen

Er kann sich überall auf dieser Welt hinbewegen

 

Ich mein wer kann dich anfassen und wer macht dich nass, denn

wer kommt bei dir vorbei und lässt die Pflanzen wachsen    

wer ist zart und mal hart, auf wen ist Verlass, denn

wer füllt Seen und Meere, ja wer hat die Macht, denn 

Wer gibt dir was zu trinken und lässt Schiffe sinken

Wer kreist um die Welt, kann Grenzen überwinden

Die Wolken ziehen vorbei und Tränen werden dich finden

Das Wasser wird getragen von allen Winden

 

chorus:

 

Katastrophen machen sich breit

Es scheint, als ging wir schon ein Schritt zu weit

Blitze und Donner, der Himmel schreit und schreit

Er schaut über die Erde und er weint und weint

 

TT

03. Viele Meilen

 

Im Fernseher schneit es

in meinem Kopf rauscht es

und die Zeit, sie fliegt vorbei.

 

Die Fliegen sie kreisen,

die Spatzen und Meisen

fragen sich was das hier soll.

 

Es ist schon spät und ich frag mich, was du treibst

wo auf der Welt du so rumhängst.

Die Tage gehen und ich frag mich wo du bleibst

alles umsonst, alles verschenkt?

 

Ich seh uns, wie wir zu zweit ganz allein

durch die Straßen ziehn.

Die Welt schien offen, wir konnten frei sein

es gab kein Grund von hier zu fliehn.

Doch trenn uns Mauern und Grenzen und Leid,

ich würd dich gerne wiedersehen.

Weit hinterm Horizont sehen wir uns vielleicht,

es sind noch viele Meilen zu gehen

 

Die Kerzen sie schweigen

und ich kann´s nicht vermeiden

dir ein Licht anzuzünden.

 

Die Nacht singt ganz leise 

von einer fernen Reise

um die Welt und mit dem Wind.

 

Und wir ziehn auf der Suche nach dem Glück

von einem zum andern Ort.

Irgendwo findet man ein kleines Stück

und dann muss man schon wieder fort.

 

Ich seh uns…

 

 

TT 2016-02

04. Heimat


Wo komm ́ ich her? Wo geh ́ ich hin?

Wohin trägt mich der Wind?
Wo ist der Ort von dem man sagt,

dass man zuhause ist?
Bin ich schon da? Wann komm ́ ich an?

Gibt’s überhaupt ein gelobtes Land? Nur Utopie, kein Ort an sich,

nur ́ne Idee
von der man spricht. 

Ich frag mich, wo Heimat sei,

irgendwo im Jenseits?
Im Leben ein Gast,

denn nichts bleibt für die Ewigkeit.
Der Gegensatz zu Fremdheit

mag Heimat sein,

́ne Idee von Vertrautheit.

Wer war schon da

in diesem Zustand?

Ist man dort wirklich frei? 

Warum sagst du

Heimat sei nur dein Land allein?
Wer bist du,

dass du meinst

nur dein Volk sei so rein?

Was ist der Mensch

bloß für ein Tier,

das sagt das hier gehört nur mir?

Wo kommst du her?

Wo gehst du hin?

Wohin trägt dich der Wind? 

05. Entre los mundos

 

Entre el mundo de la fantasía

y el mundo de la realidad

Entre el mundo de la alegría

la tristeza también está

 

nos encontramos

tu y yo

 

En las sillas que nos han puesto

en los caminos que son los nuestros

entre la harmonía y la querella 

y en los ratos que nos quedan

 

nos encontramos

tu y yo

 

La música entre los mundos vuela

silbando por el viento donde ella está

así vuela hacía lo más lejano

para que la escuchen los que ya no están

 

Entre la vida y la muerte

entre lo débil y lo fuerte

entre los combates y la tregua

entre el buen tiempo y la tempestad

 

nos encontramos

tu y yo

 

La música entre los mundos vuela

 

TT2014

 

06. Am Straßenrand

 

Du stehst da am Straßenrand

so locker lässig an der Wand,

wartest bis der nächste kommt

und sich mit dir im Rotlicht sonnt.

Lackierte Finger, rasiert wie immer,

Schuldnerin und machtest es mit jedem Spinner.

Ballerina,- so hübsch ja zum verlieben, ja,-

du machst es immer wieder, denn man muss ja Geld verdienen, ja.

 

Dort am Straßenrand,- für wahr, ja alles hat seine Zeit

am Straßenrand,- ja dort zerriss man dein Kleid.

Am Straßenrand,- du denkst jetzt an die Straßenzeit,-

wie lang´ man dort umsonst verweilt.

Am Straßenrand,- wie viele haben sich an dir aufgegeilt?

Am Straßenrand,- du warst bescheiden, dich wusstest immer bescheid.

Am Straßenrand,- die Erinnerung ist das was ewig bleibt.

Du denkst zurück an deine Straßenzeit.

 

Du läufst die Straßen ab, ja verdammt das Cash ist knapp,

die Kinder nimmer satt, du bist einfach nur platt.

Und dann zuhause matt, machst du dein Make-up ab,

es ist schon spät bei Nacht und du fühlst dich abgewrackt.

Die Kinder schlafen schon, wissen was die Mama macht

damit sie da noch wohn´, Mama hat schon Scherze drüber gemacht.

´Ist keine Zeit für Hohn, kämpfend um´ Hungerlohn,

wenn auch Kinder schon versuchen irgendwie Geld ran zu holen.

 

Dort am Straßenrand,- für wahr, ja alles hat seine Zeit

am Straßenrand,- ja dort zerriss man dein Kleid.

Am Straßenrand,- du denkst jetzt an die Straßenzeit,-

wie lang´ man dort umsonst verweilt.

Am Straßenrand,- wie viele haben sich an dir aufgegeilt?

Am Straßenrand,- du warst bescheiden, dich wusstest immer bescheid.

Am Straßenrand,- die Erinnerung ist das was ewig bleibt.

Du denkst zurück an deine Straßenzeit.

 

TT 2006

07. Die Zeit

 

Wir leben schon seit hunderttausenden von Jahren

hier auf dieser Welt und es scheint mir schon sehr lang.

Mit der Zeit sind wir ganz schön weit gegangen,

Zivilisation,- wir gaben uns selbst diesen Namen.

Wir haben schon viel gesehen und haben auch viel erfahren,

es wird Zeit zu gehen, denn wenn wir nicht gehen kommen wir nicht an.

Sich einfach Zeit zu nehmen, irgendwo, irgendwann,

einfach mal am Zeiger drehen er kommt schon irgendwo an.

 

Halt doch die Zeit jetzt mal an!

 

Die Zeit heilt nicht alle Wunden,

sie rennt und rennt und rennt,- Stunden um Stunden.

Es kommt noch so weit und wir zählen die Sekunden

bis die Erde meint jede Zeit sei verschwunden.

 

Wir leben im Hier und Jetzt und im Da und Nimmer,

haben die Erde verletzt und wir tun es noch immer.

Unsere eigenen Fehler über die wir rumwimmern,

Wo sind wir angekommen, was bleibt schon für immer?

Wunden werden heilen, nur die Narben bleiben immer.

Wir stechen wieder rein und die Wunden werden schlimmer.

Die Zeit rennt uns davon und sie rennt wirklich immer,

wenn sie einmal geht, dann geht sie für immer.

 

Halt doch die Zeit jetzt mal an!

 

Die Zeit...

 

Wenn wir nicht mehr sind ist halt was anderes dran.

Ich mein halt jedes Ende birgt nen neuen Anfang?

Wunden werden heilen vielleicht nicht jetzt sondern morgen dann,

wir müssen weitersehen und ich hoff´ man tut das mit Verstand.

Du zeigst auf die Uhr und fünf vor Zwölf ist ihr Stand,

genieße die Zeit, solang´ wie man kann.

Wenn jemand von uns geht, Richtung Niemalsland,

wird sie sich weiterdrehen,- sie hält niemals an.

 

Die Zeit heilt nicht alle Wunden,

sie rennt und rennt und rennt,- Stunden um Stunden.

Es kommt noch so weit und wir zählen die Sekunden

bis die Erde meint jede Zeit sei verschwunden.

Die Zeit heilt sie alle Wunden?

sie rennt und rennt und rennt,- Stunden um Stunden.

Es kommt noch so weit und wir zählen die Sekunden

bis die Erde meint jede Zeit sei verschwunden.

 

T.T.

08. Ich träum

 

Ich träume nachts, wie ich über den Wolken fliege

wo Freiheit grenzenlos und Götter sich vergnügen

Ich träum ich könnt mit Zeus den Hades besiegen

und hier auf Erden das Himmelreich hinkriegen

 

Ich träume nachts wie ich durch alle Meere schwimme

und mit Apollon den Parnassus erklimme

ich lausche dort der Musen ihrer Stimmen

wie sie himmlisch und unbeschwert klingen

 

Doch dann wach ich auf, und das von Tag zu Tag

merk das Leben ist kein Traum, es kommt Schlag auf Schlag

Träume werden Schäume, wenn man nichts mehr wagt

Was ist schon ein Traum und was ist wirklich wahr?

 

Ich träume nachts wie sich die Nymphen enthüllen

und sich verborgene Wünsche erfüllen

träum von dir und von himmlischen Idyllen    

träum vom Paradies um Himmels Willen

 

Ich träume nachts, dass die Sirenen für mich singen

die Versuchung will mich sanft verschlingen

wie List und Tricks und Ungeheuer um mich ringen

und mich langsam aber stetig umbringen

 

Doch dann wach ich auf, und das von Tag zu Tag

zum Glück wars bloß ein Traum, doch der war wirklich arg.

Träume werden Schäume, wenn man nichts mehr wagt

Was ist schon ein Traum und was ist wirklich wahr?

 

Wenigstens einmal durchs Universum fliegen

Wenigstens einmal die Zeit verschieben

Wenigstens einmal n Regenbogen biegen

Wenigstens einmal träum ich von ner Welt in Frieden

 

 TT

09. Die Uhr

 

Und die Uhr dort an der Wand steht still.

Ich frag mich was sie mir sanft flüstern will?

Ne andere Zeit hat sie gesehen, hat sie gespürt,

und kann erzählen was sie berührt, was sie umtreibt.

 

Und die Zeit sie fliegt vorbei,- ganz leis`.

Andere Uhren drehen sich weiter im Kreis.

Man sieht noch wann die Zeit still stand, jetzt stehst du

dort an der Wand, still und leis`, doch hier bei mir.

 

Hast die Tage längst gezählt,

gesehen wer hier ein- und ausgeht,

so manche Stunde hat geschlagen.

Bei dir hat es an nichts gefehlt:

Liebe und Leid auf dich hat man gezählt,

du wolltest dich auch nie beklagen. 

 

Doch die Zeit die fliegt vorbei ganz leis`.

Deine Zeiger drehen sich nicht mehr im Kreis.

Es ist noch vieles geschehen und seitdem,

hab ich viele Uhren, die sich nicht mehr drehen gesehen.

 

TT2016

10. Cuando me fui

 

Ayer me fui

a otro lugar

y no sé cuando 

voy a regresar

 

No sé si aquí

me encontraras

y hasta dónde

me seguiras

 

Cruzaba siete mares para verte a tí

 

Ya yo me fui

a mi ciudad

la otra orilla

del mar

 

Mirando al horizonte del mar

queriendo cruzar y cruzar y cruzar

derribar fronteras

caminar vías desconocidas

en busca del amor

 

Cuando te vi

por primera vez

quería estar 

por dónde estés

 

Y te oí

cantando Silvio Rodriguez

y esperaba 

que me mires

 

En busca de un sueño te vi pasar

 

Cuando me fui 

te vi llorar

llenando el espacio

del mar

 

Mirando al horizonte del mar

queriendo cruzar y cruzar y cruzar

derribar fronteras

caminar vías desconocidas

en busca del amor

en busca del amor

en busca de tu amor

 

TT 2016-02

11. Tausend Worte

 

Tausend Worte in meinem Kopf

doch wollen mir nichts sagen.

Gehen immerzu auf und ab

seit viel zu vielen Tagen.

Tanzen im Kreis, lachen und wein´,

stellen sich tausend fragen.

Gehen zusamm´, gehen allein,

gehen durch Haut und Magen.

 

Tausend Geister in meiner Seel´

aus abertausend Jahren.

Unterm Sternhimmel steh ich hier

frage mich wie sie waren?

Waren sie gut, waren sie schlecht,

was mussten sie ertragen?

Waren sie hier, waren sie dort

Ist in uns wer sie waren?

 

Tausend Tode sind ausgedacht

doch ich bin noch am Leben.

Gehe weiter durch Tag und Nacht

auf helln und dunklen Wegen.

Zähle die Spuren, in meim Gesicht

sehe die Zeit vergehen.

Wohin und Wann, weiß Gott, was weiß ich?

Menschen, die komm und gehen.

 

TT2015

12. Erinnern

 

Ich erinner´ mich um zu vergessen,

ham wir längst die ganze Welt vermessen?

Die Geschichte, sie spricht in Bänden.

Können wir das Blatt noch wenden?

Vieles geschrieben, vieles gesagt,

tausend Enzyklopädien befragt,

und doch ist jeder Tag ein unbeschriebenes Blatt,

Geschichte schreiben wir Tag für Tag. 

 

Wenn der Wind sich langsam legt

und die Zeit sich niederschlägt

bleibt ein Staub, der schwer sich über die Erinnerungen legt.

So viel wurde weggefegt,

anderes hat sich draufgelegt,

bis der Wind von Neuem alles wieder durcheinander weht.

 

Grenzen sehen, Grenzen beschreiten,

sie übertreten, sie ausbreiten.

Ketten sprengen und Fesseln lösen,

der Krieg treibt sein Unwesen.

Und jeden Tag, wenn ich was neues wag´

und in all den Büchern nachschlag´,

erinner´ ich mich um zu vergessen,

was Geschichte lehrt und was hier geht stattdessen.

 

Wenn der Wind sich langsam legt

und die Zeit sich niederschlägt

bleibt ein Staub, der schwer sich über die Erinnerungen legt.

So viel wurde weggefegt

anderes hat sich draufgelegt

bis der Wind von Neuem alles wieder durcheinander weht.

 

Ich blas den Staub aus Bücherregalen

und schau mir was darunter liegt so an.

So viel vergessen und soviel angefang´,

So viel liegt unter dem Staub vergraben.

Warum kämpfen wir gegen uns selber an? 

Bringt Fortschritt uns wirklich voran

Wir gehen und kommen doch nicht voran,

die Ruhe nach dem Sturm kommt irgendwann.

 

TT2015

13. Geld

 

Es gibt da so´n Papier ja das kennst du, das kennen wir alle hier,

es kann Bronze, Silber, Gold sein und ich glaub davon wollen alle viel.

Der eine legt es an, der andere gibt es aus.

Der eine ist Geschäftsmann und ´n anderer der´s klaut.

Ich mach ´ne Druckerei auf, davon gibt’s eh zu wenig.

Mit Kalligraphie oben drauf,- schaden kann´s eh nicht.

Euro, Dollar und Pfund,- es ist nie vergeblich,

ich mach ´n Blütenverbund worauf ich mich verewig´.

 

Chorus:

Geld, Geld, Geld,...

Ich sag´ jetzt immer nur noch stimmt so!

Kein Trinkgeld mehr unter 5€!

Geld, Geld, Geld,...

Ich nehm´ beim Wechseln nur noch Scheine an,

weil ich die Münzen nicht (m)e(h)rtragen kann.

 

Ich dachte es geht um Nachfrage und Angebot, nur ist die Nachfrage größer,

das hat man sich angewöhnt und wartet auf ´n Erlöser.

Sparkassen und Banken, die zwischen dir und mir wanken,

setz´ dich da doch mal hin und du wirst schon sehen, wie die sich zanken.

Die werden´s niemals tun ich mach meine Druckerei.

Lass´ die doch ruhen! Das wird der letzte Schrei.

Schein für Schein, für Groß und Klein, deins für meins, meins für deins,

für jedermann sollte es da sein,- rück´ ma´rüber mit den Scheinen.

 

Chorus:...

 

Von Geld hatte ich immer schon viel zu wenig,

war von Haus aus noch nie mit Reichtum gesegnet.

Ich hab´ versucht zu sparen, doch es war vergeblich,

deswegen druck´ ich jetzt Geld und bin reich auf ewig.

Mir gehört ´ne Limousine mit Fahrer und 10 Privat-Jets,

ich hab ´n Haus am Wannsee und ´ne Insel ganz weit weg,

doch ich werd´ nicht übermütig druck nur soviel wie ich brauch.

Schmeiß´ die Walzen an, denn andere Leute brauchen´s auch.

 

Chorus:...

 

TT/ Basti (Budman)

14. Sofort, sofort!!!

 

Hab keine Lust heut aufzustehen

hab keine Lust heut rauszugehen.

Ich würd´ das gerne noch n bisschen verschieben,            

ich bleib´ heut´ lieber in meinem Bett liegen.                

Es gibt noch so vieles zu tun.

Wann soll man sich da bloß mal ausruhen.

Dann rufst du auch noch an und fragst: “Wo bleibst du denn?“

Komm sofort her, du hast da was verpennt!“

 

Sofort, sofort

ich bin noch nicht soweit.

Sofort, sofort

ich hab´ jetzt keine Zeit.

Sofort, sofort

muss das denn jetzt gleich sein?

Sofort, sofort

vielleicht gleich, gleich.

 

Seit Wochen bin ich völlig unrasiert,

ich muss einkaufen gehen, denn ich brauch Klopapier.

Mein Briefkasten der quillt voll über

Rechnung, Werbung, Mahnung, es geht drunter und drüber.

Mein Bankkonto sollte ich mal ausgleichen,

ne Kündigung muss ich auch noch schreiben.

Hab keine Klamotten mehr, ich muss sie waschen

Den Herd und die Teller muss ich auch saubermachen. 

 

Sofort, sofort…

 

Die Welt kann heute mal warten,

mich kann man heut einfach nicht orten.

Ob Facebook, WhatsApp und Konsorten,

Sofort muss jetzt sofort mal warten, warten, warten…

 

Sofort, sofort…

-ich bin noch nicht soweit.

-ich hab´ jetzt keine Zeit.

-muss das denn jetzt gleich sein?

-fällt dir nichts besseres ein?

-möcht´ ich woanders sein.

-pack´ meine Sachen ein.

-zieh mir ne Pfeife rein.

-das Leben kann ne Party sein.

 

 

                        TT2015